IDA-Bot

Platz 1: IDA-Bot, Nina Wenig und Dirk Wenig

WhatsApp, Facebook Messenger oder Telegram – Chatprogramme sind zum Standardkommunikationsmittel geworden. Doch viele Menschen wollen nicht nur mit Familie und Freunden chatten, sondern auf die gleiche Weise auch mit Unternehmen und Organisationen kommunizieren. Hier unterstützen Chatbots im Kundendienst, als Marketingwerkzeug oder zur Wissensvermittlung. Für eine zufriedenstellende Kundenkommunikation müssen sie jedoch mit ausreichend Wissen ausgestattet sind. Meist wird jeder Chatbot manuell modelliert – eine teure Lösung mit begrenzten Möglichkeiten. Nina und Dirk Wenig von der Universität Bremen haben deshalb den intelligenten Chatbot IDA-Bot entwickelt. Er basiert auf maschinellem Lernverfahren und eignet sich selbständig domänenspezifisches Wissen von Websites, Handbüchern, Zeitungsartikeln und anderen Quellen an. Über Nutzer-Schnittstellen kann dieses Wissen kontrolliert und angepasst werden. „Chatbots sind für Unternehmen interessant, weil sie rund um die Uhr zum Beispiel auf Kundenanfragen reagieren können,“ erklärt Nina Wenig. „Generell ist künstliche Intelligenz für viele spannend, kann mit dem Argument des Kontrollverlustes aber auch einschüchternd sein. Deswegen denken wir das Thema Kontrollmöglichkeiten mit.“ Das eingesetzte Verfahren macht es möglich, dass Unternehmen jeglicher Größe schnell einen intelligenten Chatbot einsetzen können, ohne auf eine umfangreiche Wissensmodellierung angewiesen zu sein. Zur Zeit wird ein Prototyp von IDA-Bot mit Unternehmen getestet, um die tatsächlichen Kundeninteressen noch stärker berücksichtigen zu können.