Fokusnuss

Platz 3: Fokusnuss, Constantin Jukowski, Karl-Heinrich Oks, Claas Bertels

 

Tritt in einem Unternehmen ein individuelles IT-Problem auf, meldet der/die Mitarbeiter*in dieses in der Regel an das IT-Support-Team. Oftmals sind jedoch mehrere Dialogschleifen nötig, um die für die Problemlösung relevanten Informationen zu erhalten. Um IT-Mitarbeiter*innen in größeren Organisationen bei der Lösung von IT-Support-Problemen zu unterstützen, setzen Constantin Jukowski, Karl-Heinrich Oks auf den Einsatz von Augmented-Intelligence. Fokusnuss ist ein Softwareprodukt, in dem zwei KI-Methoden kombiniert werden, um Augmented-Intelligence-Funktionen bereitzustellen: Beim Natural Language Processing verarbeitet und erkennt ein Algorithmus Begriffe, die im Firmen- bzw. Problemkontext eine Rolle spielen. Desweiteren erlaubt es ein Expert System im Sinne einer formalen Wissensdatenbank, Hypothesen zur Problemlösung aufzustellen und zu prüfen. Auf diese Weise werden die gemeldeten Problembeschreibung sprachlich analysiert und mit gelernten Informationen zu möglichen Problemursachen, relevanten Systemen und Maßnahmen in Beziehung gesetzt. So wird das maschinelle Wissen mit jedem gemeldeten IT-Problemfall erweitert und die Lösung zukünftiger Fälle effizienter gestaltet.

Fokusnuss – ein Name, der hängen bleibt und gleichzeitig auch die Kernidee des Produkts beschreibt: stay focussed. Denn Wissensarbeiter*innen sollen sich auf eine Sache konzentrieren können und beim Knacken der „Problemnuss“ bestmöglich von KI-Technologie unterstützt werden. Das ist auch die dahinterstehende Vorstellung von KI: Die Technologie soll unterstützen, nicht komplett automatisieren. Für das Fokusnuss-Team ist es ein spannender Prozess, ein Forschungsprojekt in die Anwendung zu überführen. „An der Technologie habe ich in meiner Doktorarbeit gefeilt. Jetzt sind wir kurz davor, ein Produkt zur Marktreife zu bringen, das reale Kundenprobleme lösen kann. Das ist schon toll“, beschreibt Constantin Jukowski seine Motivation. Carl-Heinrich Oks und Claas Bertels, die seit Jahren als Berater im IT-Bereich tätig sind, haben noch einen anderen Blick darauf. Als Berater sprechen sie zwar Empfehlungen aus, haben aber wenig Einfluss auf Produktentwicklung. „In einem kleinen Team kann man einen ganz anderen Ball spielen“, so Oks. „Man kann eine ganz andere Kreativität freisetzen und eine andere Geschwindigkeit in der Umsetzung aufnehmen.“ Die Drei sind überzeugt: „Als Team funktionieren wir sehr gut. Wenn das Pilotprojekt beim Kunden zeigt, dass die Idee es auch ist, können wir selbstbewusst die nächsten Schritte gehen.“