CodingPlatform

Platz 3: CodingPlatform, Andre Mühlenbrock

 

Programmierkenntnisse sind in der Wirtschaft immer mehr gefragt und daher auch ein wichtiger Teil der Ausbildung. Die gängige Vorgehensweise „bring your own device“, das heißt Programmieraufgaben am eigenen Tablet oder Smartphone bearbeiten zu lassen, führt jedoch häufig zu Problemen. Denn aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Geräte und Betriebssysteme kommt es schnell zu Kompatibilitätsproblemen. Die von Andre Mühlenbrock von der Universität Bremen entwickelte CodingPlatform ist eine Lehrprogrammierplattform für Programmiersprachen wie Java, C++ und Python, die sich speziell an Schulen, Berufsschulen und Universitäten richtet. Auch Unternehmen, die im Rahmen des Bewerbungsprozesses Programmierfähigkeiten abfragen, können von ihr profitieren. Denn die CodingPlatform verlagert das Programmieren vollständig ins Web und setzt lediglich einen aktuellen Webbrowser und eine Internetverbindung voraus. Aufgrund des einfachen Aufbaus können sich Student*innen oder Schüler*innen voll und ganz auf das Lernen der Konzepte verschiedener Programmiersprachen konzentrieren und scheitern nicht bereits an technischen und hardwarespezifischen Problemen.

Die Idee kam Andre Mühlenbrock im Rahmen seiner Tätigkeit als Informatik-Tutor an der Universität Bremen. Denn auch er selbst lässt seine Studierenden Programmieraufgaben lösen. „Das ist ja in der Informatikausbildung zunächst mal nicht ungewöhnlich“, erzählt der Informatiker schmunzelnd. „Umso mehr hat mich die aktuelle Marktsituation überrascht. Denn da gibt es erstaunlich wenig und wenn, dann vor allem Spielaufgaben für die Rekrutierung in Unternehmen. Ein Angebot als Lerntool fehlt bislang.“ Dadurch kam ihm der Gedanke, selbst eine Software zu entwickeln und diese zu vertreiben. Und das Interesse an seiner Idee gibt ihm Recht. Die CodingPlatform soll zunächst in der Uni-Lehre zum Einsatz kommen, mit dem Bremer Landesinstitut für Schule (LIS) hat Andre Mühlenbrock bereits Kontakt aufgenommen.