Viel Arbeit und viel Leidenschaft: CAMPUSiDEEN-Gewinner ausgezeichnet

Mehr als nur gute Ideen hatten die Gewinner des diesjährigen CAMPUSiDEEN-Wettbewerbs. Mit ihren innovativen, aber wirtschaftlich durchdachten Startup-Konzepten konnten sie sich aus insgesamt 52 Einreichungen hervorheben. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Handelskammer bekamen sie am Montagabend Preise im Gesamtwert von 17.000 Euro verliehen. Prämiert wurden jeweils die ersten drei Plätze in den Kategorien „Geschäftsideen“ und „Businesspläne“ sowie ein Publikumspreis und zwei Sachpreise in der Kategorie „Geschäftsideen“. Am Ende strahlten nicht nur die Sieger: Allen 13 Finalisten des CAMPUSiDEEN-Wettbewerbs bot die Veranstaltung die Möglichkeit, sich zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und auszutauschen.

Der Wettbewerb CAMPUSiDEEN prämiert jedes Jahr die besten Startup-Ideen der Bremer Hochschullandschaft. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative der Universität Bremen, der Hochschule Bremen, der Hochschule Bremerhaven sowie der Bremer Aufbau-Bank. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der Hochschulinitiative BRIDGE. Mit BRIDGE fördern die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Bremer Aufbau-Bank Existenzgründungen aus Hochschulen. Zu den Angeboten gehören unter anderem Beratungen zum Thema Selbstständigkeit und ein Kursprogramm.

Die Gewinner in der Kategorie „Geschäftsideen“

Platz 1: Schnelle und bessere Krebsdiagnostik

Frühe und zuverlässige Krebsdiagnosen können Leben retten. Den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz der Geschäftsideen belegt RedHisto von Lukas Brandhoff, Marta di Salvo und Benjamin Haubold, Wissenschaftler an der Uni Bremen. Das Infrarot-spektroskopisch unterstützte digitale Pathologiesystem liefert Informationen über die chemische Zusammensetzung eines zu untersuchenden Gewebeschnitts und ermöglicht dadurch eine schnellere und genauere Diagnose von Gewebeveränderungen, z. B. für die Krebsdiagnostik. Gerade in großen Krankenhäusern, in denen mehrere hundert Gewebeschnitte pro Tag untersucht werden müssen, ermöglicht dies eine Vereinfachung und Verbesserung der Untersuchungen.

Platz 2: Spielpartner-App für Gamer

Der zweite Platz und damit 1500 Euro gehen an Niklas Hatje, Julian Suttner und Cedric Deegevon der Hochschule Bremen. Ihre App GameBuddy findet Spielpartner für Gamer – erfolgreicher als jedes Datingportal. Die Studenten haben dazu einen Algorithmus entwickelt, der anhand von gespeicherten Anforderungen geeignete Mitspielern vorschlägt. Neben dem Finden von einzelnen Mitspielern bietet GameBuddy zudem die Möglichkeit, für Spieler oder ganze Teams Trainingspartner zu finden, gegen die sie spielen möchten. Um die Bedürfnisse der Nutzer für jedes Spiel perfekt abbilden zu können, baut die GameBuddy App zwar auf einem gemeinsamen Gerüst auf, wird jedoch für jedes Spiel einzeln herausgebracht.

Platz 3: AV-Konverter verbindet alte Spielkonsole mit neuer Heimkinoanlage

Mit ihrem modularen AV-Konverter landen die Studenten Hendrik Leibrandt und Diemo Gajeufsky von der Universität Bremen auf Platz 3 und gewinnen dafür 1000 Euro. Fast jedes neue elektronische Gerät bringt auch einen neuen Stecker mit sich. Das sorgt nicht nur für Kabelsalat im Wohnzimmer: Oft lassen sich alte und neue Geräte nicht verbinden, weil die Stecker nicht miteinander kompatibel sind. Der modulare AV-Konverter kann auch exotische Stecker und Formate aufnehmen und passt sich flexibel unterschiedlichen Anforderungen an. Dadurch lassen sich auch ältere Geräte mit neuer Technik verbinden.

Die Gewinner in der Kategorie „Businesspläne“

Platz 1: Licht durch Holz

Wie ein Holzstamm in der Glut eines Lagerfeuers muten die Designleuchten von woodmosphere an. Getrieben von der Handwerkskunst, der Leidenschaft für natürliches Material und der Faszination für individuelle Lichtkreationen gestalten Christopher Heyer und Joscha Schmidt unverwechselbare Leuchtobjekte aus hauchdünnem Echtholzfurnier. Kombiniert werden naturbelassene Materialien, klare Formsprachen mit sparsamer LED-Technik und modernen Konstruktionsverfahren aus dem Yachtbau. Neben Standardanfertigungen aus dem Produktportfolio bietet woodmosphere auch Individuallösungen an. Sie überzeugten die Jury nicht nur mit ihren Produkten, sondern auch mit dem dahinter stehenden Geschäftskonzept und belegen damit den mit 4000 Euro prämierten ersten Platz der Businesspläne.

Platz 2: Einer für alle – Vertrieb für Manufakturen

Die „Nur Manufaktur“ von Vanessa Just – Absolventin der Universität Bremen – belegt den zweiten Platz in der Kategorie Businesspläne und gewinnt damit 2000 Euro. Ihr Ansatz: Während sich die Manufakturen auf die Herstellung ihrer Produkte konzentrieren können, übernimmt die „Nur Manufaktur“ Vertrieb und Marketing online und offline. Online findet der Kunde hochwertige und außergewöhnliche handgefertigte Produkte aus ganz Deutschland, kann Artikel aus unterschiedlichen Betrieben auswählen und zahlt für die Lieferung nur einmal Versandkosten. Offline, im „Nur Manufaktur“ Bremen|Store, liegt der Fokus auf außergewöhnlichen Produkten aus kleinen Bremer Manufakturen, von der BBQ-Sauce bis hin zur Handtasche.

Platz 3: Innovative Produktentwicklung für soziale Einrichtungen

Den dritten Platz mit einem Preisgeld von 1000 Euro belegen „hey ju design“. Die beiden Produktdesigner Jittinan Kitsumritiroj und Andreas Hensinger der Hochschule für Künste begleiten soziale Einrichtungen mit eigenen Herstellungsmöglichkeiten durch kreative Gestaltungsprozesse für innovative Produkte und deren Kommunikation. In erster Linie sind dies sogenannte „Werkstätten für Menschen mit Behinderung“, in denen die Beschäftigten eine bunte und vielfältige Anzahl von Eigenprodukten herstellen und vertreiben. Durch einen gemeinsamen Workshop mit Ideenphase, Entwicklung und letztlich der Gestaltung von neuen Produkten, modernisieren und erweitern die Werkstätten nicht nur ihr Produktangebot. Gleichzeitig findet eine kreative Förderung und Erweiterung der Fähigkeiten der Beschäftigten statt. Erstes Ergebnis ihrer Arbeit ist ein formschönes, modulares Frühstückstablett mit passender Butterdose, Kaffee- und Eierbecher.

Der Gewinner des Publikumspreises: Den Garten in die eigenen vier Wände holen

In diesem Jahr hatten die Anwesenden zum ersten Mal die Möglichkeit, in der Kategorie „Geschäftsideen“ den Publikumspreis in Höhe von 500 Euro zu vergeben. Beim Bühnen-Pitch setzte sich schließlich Nils Högemann von der Hochschule für Künste mit dem bepflanzbaren Möbelsystem plantable gegenüber seinen Mitstreitern durch. Mit Hilfe der variablen Module werden Möbelstücke wie Tische oder Küchenregale durch einfaches Stecken von Elementen in unterschiedlichen Größen und Ausführungen direkt bepflanzbar: Abstellflächen mit verstecktem Stauraum können mit eingelassenen intelligenten Pflanztöpfen individuell kombiniert werden. Die Pflanztöpfe sind mit Wassertank ausgestattete Systeme, die die Pflanze durch gezieltes Messen von Lichtverhältnissen, Raumtemperaturen, Erdtemperatur und Feuchtigkeit des Bodens das effiziente Wachstum der Pflanze fördern. Unterstützt wird dies durch eine korrespondierende App.

Die Gewinner der Sachpreise: Training für Markenanmeldung und Corporate Design

Neben Geldprämien wurden auch Sachpreise im Wert von je ca. 2000 Euro vergeben: So kann sich Kevin Drasl von der Anwaltskanzlei Nachtwey IP in Sachen Markenanmeldung seiner Gewürznuss beraten lassen. Die Uni-Studentin Ann-Kristin Riemann bekommt für ihren Online-Shop Vintage Please Unterstützung von der Agentur Marquardt & Marquardt im Bereich Corporate Design.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: CAMPUSiDEEN und auf facebook